Der Waldkater -
Beliebte Ausflugsgaststätte am Südostrand der Dölauer Heide.


Der "Waldkater" ist die älteste Ausflugsgaststätte des Halleschen Stadtwaldes und steht Waldspaziergängern schon seit über 150 Jahren zur Verfügung. Am 20. Juni 1848 errichtete Franz Eduard Alwin Schurig gemeinsam mit seinem Vater, Karl Gottlieb Schurig, das Vorläuferlokal des heutigen Waldkaters. Aus einer anspruchslosen Strohhütte, die lediglich Schutz vor Regen und Wind bot, verkaufte er gesüßtes Wasser und Broihan in Flaschen. Das Publikum von "Schurig´s Schenkbude" bestand überwiegend aus konservativen Bürgern, die sich im Revolutionsjahr 1848 zu einer Bürgerwehr vereint hatten und in der Dölauer Heide zu Schießübungen zusammenkamen. Des Weiteren zählten Heidespaziergänger und Studenten zu den ersten Gästen Schurigs.


Erst 1852 entstand an Stelle der Strohhütte ein kleines Holzhaus. Die Erlaubnis zum Bau desselben erteilte die Stadt, da man die Möglichkeit der Mitnutzung der Einrichtung durch das am Heiderand stationierte Militär erkannte. Auf die Errichtung einer Militärkantine konnte somit verzichtet werden. Die Größe des Neubaus ermöglichte es, die Gäste nun auch in den Innenräumen zu bewirten. Da eine Kegelbahn und Sitzmöglichkeiten im Freien Erholung und angenehme Stunden in der Natur versprachen, wurde das Lokal schnell zum Anziehungspunkt für die Bürger der Stadt Halle. Bereits 1853 erschien das Lokal in historischen Quellen unter dem Namen "Waldkater". Dieser ist auf die bis 1880 in der Dölauer Heide lebende Wildkatze zurückzuführen.

In der Nacht vom 28. zum 29. Juni 1877 brach im Waldkater ein Feuer aus. Diesem Brand fielen sowohl sämtliche Gebäude als auch alle Einrichtungsgegenstände zum Opfer. Über die Ursache des Brandes gibt es keine Überlieferungen. Die Erlaubnis zum Wiederaufbau erlangte die Familie Schurig nur mit Schwierigkeiten, da der Forstfiskus in Folge dieses Vorfalls erneute Waldbrände befürchtete.
 

Doch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Militärschießstand eine Kantine benötigte, wurde der Neubau genehmigt. 1877/78 entstand ein eineinhalbstöckiger, direkt am Lettiner Weg liegender Fachwerkbau. Im Erdgeschoss bediente man in einem Zimmer die Fuhrleute und Soldaten, in einem zweiten die Stammgäste und Bürger der Stadt. Das aufgesetzte Halbgeschoss bewohnte Franz Schurig mit seiner Frau und seinen neun Kindern. 1890 wurde das Fachwerkhaus um eine Etage aufgestockt. Der hinzugewonnene Raum im ersten Obergeschoss des nun zweieinhalbgeschossigen Baus wurde für Mittwochs-, Sonn- und Feiertagsgesellschaften genutzt. Im Waldkater mit der Familie oder mit Besuch Kaffee zu trinken, gehörte zu den schönsten Erlebnissen der Hallenser. An manchem Festtag mussten bis zu 1 000 Pfannkuchen in siedendem Fett gebacken werden, um der Nachfrage zu genügen.

Nicht nur aufgrund seines vorteilhaften Standortes am Rand der Heide wurde er um die Jahrhundertwende der Inbegriff der Wald- und Ausflugsgaststätten überhaupt. Aufgrund der ständigen Besucherzunahme erfolgte um 1897 die Erweiterung und Nutzbarmachung des Gartens für den Besucherverkehr. Er wurde um fast das Vierfache vergrößert und mit zahlreichen Laubbäumen bepflanzt, so dass hier rund 3 000 Gäste bewirtet werden konnten. Auch die ab 1890 neu um die Heide entstandenen Gaststätten wie zum Beispiel der Pfälzer Schützenhof (1897), Leistners Waldhaus (1896/97) und die Obstweinschänke (1902) konnten keine Konkurrenz für den Waldkater darstellen. Zurückzuführen ist dies sicherlich auf dessen Attraktivität in allen Schichten der Hallenser Bevölkerung.
Im Jahre 1901/02 folgten unter Franz Schurig d. J. erneute Umbauarbeiten am Waldkater, bei denen die Gaststätte im Wesentlichen ihr heutiges Aussehen erhielt. Franz Schurig d. J. war 1870 im Waldkater geboren. Seit 1898 war er mit Luise Schurig, geborene Arnicke, verheiratet. Gemeinsam betrieben sie den Waldkater, insbesondere nach dem Tod des Begründers Franz Schurig d. Ä. im Jahre 1902. 1910 entstand die Veranda an der Straße, die man Ende der zwanziger Jahre zu einem Café mit eigener Konditorei ausbaute. Am 23. August 1906 verstarb Franz Schurig d. J. Seine Frau übernahm die Gaststätte und erwarb sie 1909 von der Stadt Halle. Somit war das Grundstück mit den Bebauungen nach 62 Jahren der Pacht nun Eigentum der Familie Schurig.


Während des Ersten Weltkrieges hatte der Waldkater mit Einschränkungen des Betriebes und Besucherrückgang zu kämpfen. Nach 1918 gelang es den Schurigs jedoch sehr schnell, den altgewohnten Betrieb wieder aufzunehmen. Seit 1922 fanden regelmäßig Konzerte, Tanzabende, im Sommer im Garten, im Winter im großen Saal, statt. Von 1926 bis 1935 verfügte der Waldkater sogar über eine eigene Kapelle. Als am 1. Juni 1927 die Straßenbahn über den Hettstedter Bahnhof (heute Mansfelder Straße) und den Weinberg bis an den Heiderand geführt wurde, konnte der Waldkater nun mühelos erreicht werden. Mit 3 000 Sitzplätzen im Garten und 1 200 Plätzen im Saal und in den Gastzimmern stellte sich die Familie Schurig auf den ununterbrochenen Zustrom der Hallenser ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Waldkater an seinen früheren Erfolg nicht mehr anknüpfen. Der große Saal wurde bis 1948 zum Unterrichtsraum der Kröllwitzschule. Seit den fünfziger Jahren bis 1989 diente er der "HO Obst und Gemüse" als Lagerhalle. Die anderen Gebäude des Waldkaters standen der gastronomischen Nutzung durch die Familie Schurig zur Verfügung. Ab 1955 beherbergte der Waldkater das Heidemuseum, welches noch vor der Wiedervereinigung 1989 verlegt wurde.

Zwischen Herbst 1968 und Februar 1969 fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde der 200 Gäste fassende Saal modernisiert und eine Zentralheizung eingebaut. Nach der Wiedereröffnung leitete das Ehepaar Dieter und Karin Schurig - inzwischen die vierte Generation der Schurigs - das Lokal. Bis 1989 stellten sie es den HO-Gaststätten zur Verfügung, die verschiedene Betreiber einsetzten. Im Jahr 1992 verkaufte Dieter Schurig den Waldkater an einen Bauunternehmer, der einen neuen Betreiber einsetzte. Noch im selben Jahr erfolgten umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten, die Nobeldiskothek "Phantasie" wurde eröffnet. Mit der Auflösung der Firma des neuen Betreibers schloss sie 1997 wieder.

Seit dem Jahr 2000 wird die Gaststätte von der Waldkater GmbH und Co. KG betrieben, welche auch die Diskothek Phantasie wieder eröffnete und nun an jeden Samstag die allseits beliebte Ü30 Nachtschwärmerfete stattfindet. Mit verschiedenen Veranstaltungen für alle Altersklassen und dem liebevollen betreiben der Gaststätte ist der Waldkater wieder zu einem bevorzugten Ausflugslokal am Rande der Heide geworden. Gaststätte, Jägerzimmer und Biergarten erfreuen sich größter Beliebtheit bei Hochzeiten, Firmenfeiern und Geburtstagen.

























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